Veranstaltungen 2017

Weltgebetstag 2016 in der kath. Kirche Neckarrems

Weltgebetstag der Frauen 2016; Liturgie aus Kuba

Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf

Zum Weltgebetstag 2016 aus Kuba

Seit Beginn der US-kubanischen Annäherung Ende 2014 ist das sozialistische Kuba wieder in den Fokus der internationalen Aufmerksamkeit gerückt. Seit jeher fasziniert und polarisiert Kuba, ist Projektionsfläche für Wunsch- oder Feindbilder. Wie aber sehen kubanische Frauen ihr Land? Welche Sorgen und Hoffnungen haben sie angesichts der politischen und gesellschaftlichen Umbrüche?

Im Jahr 2016 ist Kuba das Schwerpunktland des Weltgebetstags. Der bevölkerungsreichste Inselstaat der Karibik steht im Zentrum, wenn am Freitag, den 4. März 2016, rund um den Erdball Weltgebetstag gefeiert wird. Dessen Gottesdienstordnung „Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf“ haben über 20 kubanische Christinnen gemeinsam verfasst.
Von der „schönsten Insel, die Menschenaugen jemals erblickten“ soll Christoph Kolumbus geschwärmt haben, als er 1492 im heutigen Kuba an Land ging. Mit subtropischem Klima, langen Stränden und ihren Tabak- und Zuckerrohrplantagen ist die Insel ein Natur- und Urlaubsparadies. Seine 500-jährige Zuwanderungsgeschichte hat eine kulturell und religiös vielfältige Bevölkerung geschaffen. Von den rund 11,4 Mio. Einwohner/innen bezeichneten sich 64,1% als „Weiße“, 26,6% als Mestizen sowie 9,3% als „Schwarze“. Da viele eher dunkelhäutige Kubaner/innen Wert darauf legen, zu den „Weißen“ gerechnet zu werden, sind diese Angaben umstritten. Nach der Revolution von 1959 wurde Kuba ein sozialistischer Staat, es folgte eine jahrzehntelange Isolierung der Insel – samt von den USA verhängter Blockade. Anfang der 1990er Jahre brach die Sowjetunion zusammen, die Kuba durch Waren und Finanzhilfe unterstützt hatte. Der Karibikstaat erlebte eine tiefe wirtschaftliche und soziale Krise. Seitdem wächst die wirtschaftliche Ungleichheit, das lange Zeit vorbildliche Bildungs- und Gesundheitssystem ist gefährdet.

Seit der Revolution sind Frauen und Männer rechtlich gleichgestellt, Kuba gilt hier international als Vorbild. Im privaten Alltag jedoch klaffen Ideal und Wirklichkeit oft himmelweit auseinander und es herrschen patriarchale Rollenbilder des Machismo vor. Die meist Vollzeit berufstätigen Kubanerinnen sind oft allein verantwortlich für Haushalt, Kinder und die Pflege Angehöriger. Die Folgen des gesellschaftlichen Umbruchs treffen sie besonders hart.
Offizielle Zahlen zur Religionszugehörigkeit gibt es nicht. Der Großteil der kubanischen Bevölkerung ist röm.-katholisch, daneben gibt es zahlreiche protestantische Konfessionen sowie jüdische und muslimische Gemeinden. Eine wichtige Rolle im spirituellen Leben vieler Menschen spielt die afrokubanische Religion Santería. Nach Jahrzehnten der Unterdrückung und Isolation ist Kuba seit 1992 ein laizistischer Staat mit Religionsfreiheit und mehr Spielräumen für die Kirchen. Kubanerinnen feiern den Weltgebetstag schon seit den 1930ern, an der Liturgie 2016 waren u.a. baptistische, röm.-katholische, quäkerische, apostolische sowie Frauen der Heilsarmee und der Pfingstkirche Christi beteiligt. In ihrem zentralen Lesungstext (Mk 10,13-16) lässt Jesus Kinder zu sich kommen und segnet sie. Ein gutes Zusammenleben aller Generationen begreifen die kubanischen Weltgebetstagsfrauen als Herausforderung – hochaktuell in Kuba, dem viele junge Menschen auf der Suche nach neuen beruflichen und persönlichen Perspektiven den Rücken kehren.
Die mit den Kollekten der Gottesdienste zum Weltgebetstag unterstützten Projekte weltweit die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Rechte von Frauen und Mädchen. Darunter sind auch vier Projekte von Partnerorganisationen in Kuba.

Lisa Schürmann, Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.

 

 

 

Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag 2015 um 19:15 Uhr im Ev. Gemeindehaus Neckarrems

Presseinformation

Weltgebetstag sagt „Nein!“ zu Gewalt an Frauen und Mädchen 
 
Stein. 24.11.2014. „Wir sagen entschieden ‚Nein!‘ zu jeglicher Form von Gewalt gegen Frauen und Mädchen!“, erklärt Ute Hohmeier, Vorstandssprecherin des Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V. anlässlich des morgigen „Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen“. Seit vielen Jahren ist der Weltgebetstag Deutschland gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen aktiv gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Erschreckend verbreitet ist häusliche und sexuelle Gewalt auf den Bahamas, dem nächsten Schwerpunktland des Weltgebetstags. Mit den Kollekten der Gottesdienste zum Weltgebetstag am 6. März 2015 soll neben vielen weiteren Projekten eine Anti-Gewalt-Kampagne des Frauenrechtszentrums „Bahamas Crisis Centre“ (BCC) unterstützt werden.

Gewalt gegen Frauen ist eine extreme Menschenrechtsverletzung; betroffen davon sind Frauen in allen Ländern und Kulturen. Laut der Organisation UN WOMEN erfahren in einigen Regionen der Welt bis zu sieben von zehn Frauen Gewalt. Gewalterfahrungen belasten die betroffenen Frauen und Mädchen ihr ganzes Leben lang und haben weitreichende negative Wirkungen auf ihre Familien  und die ganze Gesellschaft. Um darauf aufmerksam zu machen, erklärte die UN-Generalversammlung im Jahr 1999 den 25. November zum jährlichen „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“.

Der Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V. engagiert sich seit vielen Jahren gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. In seiner Projektarbeit verfolgt er einen ganzheitlichen Ansatz gegen geschlechtsspezifische Gewalt. „Konkret bedeutet das: Wir fördern zum einen Beratungsstellen und Initiativen, die Frauen und Mädchen in Gewaltsituationen direkt unterstützen“, erläutert Ute Hohmeier, „zum anderen geht es uns darum, Denkmuster aufzubrechen, die Gewalt gegen Frauen fördern bzw. auf die Rahmenbedingungen einzuwirken, die Frauen und Mädchen einem erhöhten Risiko aussetzen, Opfer von Gewalt zu werden.“ Neben
Projekten zu diesem Thema in Albanien, Argentinien, Benin und Nepal, unterstützt der Weltgebetstag auch die Arbeit des Frauenrechtszentrums „Bahamas Crisis Centre“ (BCC). Der Karibikstaat zwischen den USA, Kuba und Haiti weist eine der höchsten Vergewaltigungsraten weltweit auf. Christliche Frauen der Bahamas benennen mutig und engagiert diese Schattenseite ihrer Heimat. Ihr Gottesdienst „Begreift ihr meine Liebe?“ wird rund um den Globus am 6. März 2015 gefeiert. Er macht Hoffnung auf Gerechtigkeit in Kirche und Gesellschaft und ermutigt zum Einsatz gegen Gewalt an Frauen und Mädchen: am 25. November, Weltgebetstag 2015 (6. März) und darüber hinaus!

Hintergrund: Der Weltgebetstag ist eine große, weltweite Basisbewegung christlicher Frauen. Der Gottesdienst zum Weltgebetstag wird jedes Jahr von Frauen unterschiedlicher christlicher Konfessionen aus einem anderen Land vorbereitet. Jedes Jahr, immer am ersten Freitag im März, feiern diesen Gottesdienst dann Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche in rund 170 Ländern der Erde.

In vielen Kirchengemeinden in ganz Deutschland organisieren Frauen den Weltgebetstag. Zu ihren ökumenischen Gottesdiensten werden auch 2015 wieder hunderttausende Menschen erwartet. Beim Weltgebetstag engagierte Menschen gehören unterschiedliche Konfessionen, Generationen und Bildungsschichten an. Gemeinsam sind sie solidarisch mit Frauen weltweit und übernehmen Verantwortung. Ein sichtbares Zeichen dafür ist die weltweite Förderung von Frauen- und Mädchenprojekten durch die Gottesdienstkollekte. Weltgebetstag – das ist gelebte Ökumene und weltweite Solidarität!              (3.611 Z. m. Leerzeichen)


Pressekontakt:
Lisa Schürmann, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.
Deutenbacher Str. 1, 90547 Stein
Telefon: 0911- 68 06-307; Telefax: 0911 / 68 06-304
E-Mail: schuermanndontospamme@gowaway.weltgebetstag.de
Internet:  www.weltgebetstag.de; Facebook: www.facebook.com/weltgebetstag  

Herausgeberin:
Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.
Vorstand: Sabine Harles, Ute Hohmeier, Luise Schröder; Liaison Person: Lore Raudonat
Deutenbacher Str. 1, 90547 Stein
Telefon: 0911 / 68 06-301; Telefax: 0911 / 68 06-304
E-Mail: weltgebetstagdontospamme@gowaway.weltgebetstag.de
Internet:  www.weltgebetstag.de; Facebook: www.facebook.com/weltgebetstag

Freitag, 7. März 2014 - 19:15 Uhr Einsingen; 19:30 Uhr Beginn Gottesdienst in der ev. method. Kirche Neckarrems, Dorfstraße

Thema: Wasserströme in der Wüste

Ägypten

Presseinformation Weltgebetstag 2014

Hoffnung für Ägyptens Frauen In rund 170 Ländern weltweit feiern Menschen am Freitag, den 7. März 2014, den Gottesdienst von Christinnen aus Ägypten. Sein Thema: „Wasserströme in der Wüste“. Stein. 10.02.2014. Seit dem Sturz seines damaligen Präsidenten Mubarak vor rund drei Jahren kommt Ägypten nicht zur Ruhe. In dieser politischen und gesellschaftlichen Umbruchszeit steht das Land am Nil im Mittelpunkt des Weltgebetstags 2014. Rund um den Erdball werden Menschen am Freitag, den 7. März 2014, den von ägyptischen Christinnen verfassten Gottesdienst feiern. Ihre Bitten sind hochaktuell: Für alle Menschen in Ägypten – ob christlich oder muslimisch – „sollen sich Frieden und Gerechtigkeit Bahn brechen, wie Wasserströme in der Wüste“ (Bibelstelle: Jes 41,18ff.). Weltweit engagieren sich Menschen in der ökumenischen Basisbewegung „Weltgebetstag“ für globale Solidarität und die Menschenrechte von Frauen und Mädchen. „Wir loben Gott, dass die Ägypterinnen und Ägypter sich trotz allem miteinander verbunden fühlen: nicht nur Christinnen und Christen unterschiedlicher Konfessionen, sondern auch die christliche Bevölkerung und die vielen moderaten Muslime. Gemeinsam hoffen wir auf Gleichheit und Gerechtigkeit für alle Menschen in Ägypten!“ so die eindrückliche Botschaft von Mary Massoud, einer der Weltgebetstags-Frauen aus Ägypten. Allein in Deutschland werden hunderttausende Gottesdienst-Besucherinnen und -Besucher erwartet, die sich dieser Hoffnung anschließen. Rund ums Wasser kreist der diesjährige Weltgebetstag mit Titel „Wasserströme in der Wüste“: Wasser ist eine gefährdete Ressource in Ägypten, einem der wasserärmsten Länder überhaupt. Es ist auch ein Symbol der Hoffnung für Ägyptens rund 10 Prozent christliche Bevölkerung. Immer wieder sind sie Ziel von gewaltvollen Übergriffen radikaler islamistischer Kräfte, vor allem seit dem Sturz des Präsidenten Mursi und der Muslimbruderschaft im Sommer 2013. Doch nicht nur die Hoffnungen der christlichen Minderheit sind der Ernüchterung gewichen. Auch die junge Generation, die 2011 mutig für Freiheit und soziale Gerechtigkeit auf die Straße ging, sieht sich mit unverändert hoher Arbeitslosigkeit konfrontiert. Frauen und Mädchen erleben verstärkt Gewalt und sexuelle Übergriffe. Mit Blick auf die damalige Aufbruchsstimmung fragt der Weltgebetstag 2014 nach der heutigen Situation im Land und nimmt vor allem die Situation der ägyptischen Frauen in den Blick. Mit den Kollekten der Gottesdienste werden u.a. zwei ägyptischen Partnerorganisationen unterstützt, die sich ganz konkret für Mädchenbildung und die Mitbestimmung von Frauen einsetzen. Auch ihre Arbeit setzt Hoffnungszeichen für Ägyptens Zukunft. Hintergrund: Der Weltgebetstag ist eine große, weltweite Basisbewegung christlicher Frauen. Der Gottesdienst zum Weltgebetstag wird jedes Jahr von Frauen unterschiedlicher christlicher Konfessionen aus einem anderen Land vorbereitet – z.B. aus Malaysia, Frankreich, Ägypten oder von den Philippinen. Jedes Jahr, immer am ersten Freitag im März, feiern diesen Gottesdienst dann Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche in rund 170 Ländern der Erde. In vielen Kirchengemeinden in ganz Deutschland organisieren Frauen den Weltgebetstag. Zu ihren ökumenischen Gottesdiensten werden auch 2014 wieder hunderttausende Menschen erwartet. Beim Weltgebetstag engagierte Menschen gehören unterschiedliche Konfessionen, Generationen und Bildungsschichten an. Gemeinsam sind sie solidarisch mit Frauen weltweit und übernehmen Verantwortung. Ein sichtbares Zeichen dafür ist die weltweite Förderung von Frauen- und Mädchenprojekten durch die Gottesdienstkollekte. Weltgebetstag – das ist gelebte Ökumene und weltweite Solidarität!

Weltgebetstag der Frauen Freitag, 01. März 2013 19:30 Uhr Kath. Kirche Neckarrems Neckarhalde - 19:15 Uhr Einsingen der Lieder

Presseinformation

Weltgebetstag 2013 aus Frankreich: Fremde willkommen heißen!
Am Freitag, den 1. März 2013, feiern Menschen weltweit den Gottesdienst „Ich war fremd – ihr habt mich aufgenommen“ von Frauen aus Frankreich.
    
Stein. 07.02.2013. Was heißt es, die Heimat verlassen zu müssen und plötzlich „fremd“ zu sein? Diese Frage stellen sich Frauen aus Frankreich, die den Gottesdienst zum Weltgebetstag 2013 mit dem Titel „Ich war fremd – ihr habt mich aufgenommen“ geschrieben haben. In Kirchengemeinden in über 170 Ländern der Erde gestalten Frauengruppen unterschiedlicher christlicher Konfessionen den Gottesdienst der Französinnen. Er wird am Freitag, den 1. März 2013, weltweit gefeiert. Mit Gebeten, Liedern und kreativer Gestaltung lädt er uns alle zu einer Kultur des Willkommens ein. Mutig zeigen die Französinnen aber auch, wo unsere europäische Gesellschaft keine Willkommensgesellschaft ist. Alltäglicher Rassismus und rigide Asylgesetzte stehen im krassen Gegensatz zu den Worten Jesu Christi: „Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“ (Mt 25,35).

In Frankreich, wo über 50 % der Bevölkerung römisch-katholisch sind, ist die strikte Trennung von Staat und Religion in der Verfassung verankert. Es gibt weder Kirchensteuer noch Religionsunterricht an staatlichen Schulen, dennoch ist der Glaube vieler Französinnen und Franzosen lebendig. Die Weltgebetstagsbewegung verbreitete sich in den 1980er Jahren vom Elsass aus in ganz Frankreich und ist ein sichtbares Zeichen der christlichen Ökumene.

Die 12 Mitglieder des französischen Weltgebetstagskomitees aus 6 christlichen Konfessionen hoffen, dass Menschen in der ganzen Welt bei ihrem Gottesdienst zum Weltgebetstag 2013 aufgerüttelt werden, solidarisch zu sein und „Fremde“ willkommen zu heißen. Ein spürbares Zeichen dafür wird auch mit der Gottesdienstkollekte gesetzt, die Frauen- und Mädchenprojekte auf der ganzen Welt unterstützt. In Frankreich und Deutschland werden so z.B. Projekte für Flüchtlinge und Asylbewerberinnen gefördert.

Hintergrund: Der Weltgebetstag ist eine große, weltweite Basisbewegung christlicher Frauen. Der Gottesdienst zum Weltgebetstag wird jedes Jahr von Frauen unterschiedlicher christlicher Konfessionen aus einem anderen Land vorbereitet – z.B. aus Malaysia, Frankreich, Ägypten oder von den Bahamas. Jedes Jahr, immer am ersten Freitag im März, feiern diesen Gottesdienst dann Frauen, Männer und Kinder in rund 170 Ländern der Erde.
In vielen Kirchengemeinden in ganz Deutschland organisieren und gestalten Frauen den Weltgebetstag. Zu ihren ökumenischen Gottesdiensten werden auch 2013 wieder hunderttausende Besucherinnen und Besucher erwartet. Die Weltgebetstagsfrauen unterschiedlicher Konfessionen, Generationen und Bildungshintergründe sind solidarisch und übernehmen Verantwortung. Ein sichtbares Zeichen dieser Solidarität ist die weltweite Förderung von Frauen- und Mädchenprojekten durch die Gottesdienstkollekte. Weltgebetstag – das ist gelebte Ökumene und weltweite Solidarität!